Tag des offenen Denkmals am 13. September

Tag des offenen Denkmals am 13. September

30. August 2026 0 Von Manfred Raub
Manfred Raub
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Manfred Raub lebt seit 1979 auf der Margarethenhöhe. Er ist Mitbegründer des Kunstkreises Margarethenhöhe und Inhaber des Ateliers am Laubenweg. Seit 2008 ist er als Gästeführer auf der Höhe unterwegs. Aus seiner umfangreichen historischen Foto- und Postkartensammlung erstellt er regelmäßig Kalender und unterstützt auch diesen Blog mit Texten und Bildern.

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Das Torhaus am Eingang zur Margarethenhöhe zeigt eindrucksvoll, dass hier der Zugang zu einer besonderen Wohnsiedlung ist. Foto: Manfred Raub

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Am Tag des offenen Denkmals, veranstaltet durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, ist auch dieses Jahr wieder zusammen mit anderen Essener Denkmälern die Margarethenhöhe dabei. Am Sonntag, den 13. September, werden durch das RuhrMuseum und die Bürgerschaft Essen-Margarethenhöhe e. V. Führungen angeboten. Das RuhrMuseum startet einen zweistündigen Rundgang um 11 Uhr und die 90-minütige Führung der Bürgerschaft beginnt um 15 Uhr. Beide beginnen am Brückenkopf und führen von dort aus durch die Siedlung. Wer sich das gesamte Programm für Essen bzw. ganz Deutschland ansehen möchte, wird hier auf der Webseite fündig: https://www.tag-des-offenen-denkmals.de

Führungen werden außerhalb dieses Termins ganzjährig durch die Bürgerschaft und das RuhrMuseum angeboten. Bitte informieren Sie sich auf den entsprechenden Internet-Seiten.

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Interview im Magazin zum Tag des offenen Denkmals

Es gibt ein offizielles Magazin zum Denkmaltag, in dem der Autor als Interwiev-Partner zum Thema „Humanes Wohnen: Ein Blick auf und hinter die Fassaden deutscher Gartenstädte“ zur Verfügung stand. Das gesamte Magazin steht unter diesem Link https://assets.ctfassets.net/dhwnul3qlf5m/7mDUBOgqBTcGgkrdx1pZWp/fe0dc52fed71f5d05207507959fc2d5f/Magazin_Tag-des-offenen-Denkmals-2026.pdf zur Verfügung. Der Artikel „Gartenstädte“ ist dort ab Seite 27 zu finden.

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Der Text die Margarethenhöhe betreffend, folgt hier als Auszug:

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Humanes Wohnen: Ein Blick auf und hinter die Fassaden deutscher Gartenstädte

Überfüllte Innenstädte, steigende Mietpreise, und zu wenig Grün in den Metropolen – klingt nach einer aktuellen Debatte, oder? Tatsächlich aber dachten die Menschen auch Ende des 19. Jahrhunderts schon über diese Themen nach. Einer von diesen Menschen heißt Ebenezer Howard. 1898 entwickelt der Brite das Modell Gartenstadt. Die Idee: genossenschaftliches Eigentum, begrünte Siedlungen am Rand der Metropolen und bezahlbarer Wohnraum. Kurzum: humanes Wohnen.

Ein Konzept, das Schule macht und schließlich seinen Weg nach Deutschland findet. Margarethe Krupp ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der Pionierinnen, die die Idee Gartenstadt von Großbritannien nach Deutschland bringt. In Essen entsteht ab 1906 die Margarethenhöhe als eine der ersten Gartenstädte Deutschlands.

Gartenstädte, das sind eigene kleine Infrastrukturen, die sich durch starke Nachbarschaftsnetzwerke auszeichnen. So zumindest die Idee. Wir sprechen mit Bewohnerinnen und Bewohnern bekannter deutscher Gartenstädte und wollen wissen: Ist diese Idee zukunftsfähig?

Wie war das eigentlich mit der Liebe zur Margarethenhöhe, Herr Raub?

Liebe auf den ersten Blick war es nicht. Manfred Raub kommt als junger Mann in die Gartenstadt nach Essen. Er wächst auf dem Land auf, die Großstadt ist ihm fremd. Doch der dörfliche Charakter, den Architekt Georg Metzendorf einst für die Margarethenhöhe ersonnen hat, überzeugt ihn schließlich. „Die Bewohner der Margarethenhöhe sind stolz darauf, hier zu leben. Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft“, berichtet Manfred Raub als Experte und ausgewiesener Fremdenführer der Margarethenhöhe.

1906 gründet Margarethe Krupp die Margarethe Krupp-Stiftung und setzt damit den Grundstein für ihre Gartenstadt. Noch heute befinden sich 3.100 Wohnungen in 935 Häusern im Besitz der bis heute größten Wohnungsstiftung Deutschlands. Zur Margarethenhöhe zählen nicht nur Wohnungen und Einfamilienhäuser mit viel Grünfläche, sondern auch über 60 Gewerbeeinheiten, die mit Einzelhandel, Gastronomie und Schulbetrieb das Versorgungsnetzwerk der Gartenstadt bilden.

Viele Eigenschaften der Margarethenhöhe qualifizieren die Siedlung auch unter Berücksichtigung heutiger Herausforderungen als attraktiven Lebensmittelpunkt. Die Mieten sind günstig. Viele der Häuser sind mit Wein begrünt, der im Sommer seinen Beitrag zum Hitzeschutz liefert. Die Siedlung ist familienfreundlich, Manfred Raub spricht von einer „weitgehend intakten Nachbarschaft“.

Seit Ende der 80er Jahre steht die Margarethenhöhe unter Denkmalschutz. „Damit wird das einheitlich geschlossene Siedlungsbild geschützt“, erklärt Manfred Raub. „Der Architekt Georg Metzendorf konnte hier frei bauen und verwirklichen, wie er sich humanes und menschengerechtes Wohnen vorgestellt hat. Dieser Ort ist lebenswert.“ Die Margarethenhöhe ist 2026 am Tag des offenen Denkmals® erlebbar.