SPD fordert Tempo 30 auf der Sommerburgstraße

SPD fordert Tempo 30 auf der Sommerburgstraße

26. Mai 2024 27 Von Sonja Mersch

Stellt euch vor, auf der Sommerburgstraße dürften alle nur Tempo 30 fahren: Wie fändet ihr das? Der SPD-Ortsverein Margarethenhöhe will sich für eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung einsetzen. Einen entsprechenden Antrag will die SPD in der Junisitzung der Bezirksvertretung III stellen.

Man habe sich im Vorfeld intensiv mit Anwohner:innen und Fachleuten aus der Verkehrsplanung ausgetauscht, um eine fundierte Grundlage für den Antrag zu schaffen, erklärt Michael Manderscheid, Vorsitzender des Ortsvereins. „Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität. Nach vielen Gesprächen und ausführlichen Beratungen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung die sinnvolle Maßnahme ist, um Unfälle und Gefährdungen auf diesem Straßenabschnitt zu reduzieren.“

Zwischen Margarethenbrücke und Kreuzung Lührmannstraße

Konkret will die SPD vorschlagen, ein Tempolimit für den Abschnitt zwischen Margarethenbrücke und Kreuzung Lührmannstraße zu prüfen. Auf diesem Stück verlaufe die Sommerburgstraße jeweils einspurig, Kurven schränkten die Sicht ein, Autos parkten nah an der Fahrbahn und es gebe keinen Fahrradschutzstreifen. Damit seien hohe Gefahren für verschiedene Verkehrsteilnehmer:innen verbunden. Tempo 30 habe auf der Strecke viele Vorteile, etwa weniger Unfälle, weniger Lärm-und Abgasbelastung. Die U-Bahnlinie U17 dürfte aus Sicht der SPD nicht beeinträchtigt sein, da diese in einem separaten Gleiskörper verlaufe. Zwar handele es sich bei der Sommerburgstraße um eine Durchgangsstraße. Laut einer Publikation des Umweltbundesamtes habe ein Tempolimit jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit von Hauptverkehrsstraßen – wesentliche Faktoren dafür seien eher die Lichtsignalanlagen an Ampelkreuzungen. Dies werde zudem durch die bundesweite Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ unterstützt, der sich bundesweit bereits mehr als 1000 Städte, Gemeinden, Landkreise und ein Regionalverband angeschlossen haben.

Fotos: Tanja Wuschof