Bürgerschaft auf Modernisierungskurs
Gut ein Jahr nach den erfolgreichen Neuwahl des Vorstandes zieht die Bürgerschaft Margarethenhöhe eine erste Bilanz und stellt Pläne für die Zukunft vor. Modernisierung heißt hier das Stichwort, sagen die beiden Vorsitzenden, Jürgen Mette und Jürgen Malone. Nach den Schwierigkeiten der vergangenen Jahre – wir hatten berichtet – scheint der Verein jetzt wieder auf dem richtigen Weg zu sein.
„Wir standen tatsächlich haarscharf vor der Auflösung“, sagt Jürgen Malone über die Phase, in der sich zunächst kein neuer Vorstand zur Wahl stellen wollte. Nach dem Streit um finanzielle Unstimmigkeiten hatten zahlreiche Mitglieder dem Verein den Rücken gekehrt, letztlich hatten sich neben Jürgen Mette, Jürgen Malone und Dietmar Gohla auch Dr. Heinrich Frenken, Ulrike Malone und Angela Katzbach bereiterklärt, den Neustart in die Hand zu nehmen (siehe Bericht). Malone sagt: „Es war richtig viel Arbeit, die vergangenen Jahre aufzuarbeiten und erstmal wieder einen Überblick zu bekommen.“ Mittlerweile ist der aktuelle Kassenbericht abgesegnet, die lange liegen gebliebene Ukraine-Spende wurde getätigt (siehe Bericht), und die Mitgliederzahlen bewegen sich um die 600. Außerdem habe man im vergangenen Jahr 270 Gästeführungen über die Margarethenhöhe gestemmt – eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass aus den Reihen der Bürgerschaft nur elf Gästeführer*innen zur Verfügung stehen.
Veranstaltungen mit neuem Schwung
„In 2025 haben sogar fast alle unsere Veranstaltungen stattgefunden, zum Teil mit Partnern wie den Messdienern der Heiligen Familie, der TUSEM Gastronomie Center Court und der Freiwilligen Feuerwehr“, erzählt Jürgen Mette, und Jürgen Melone ergänzt: „Ursprünglich wollten wir gar nichts machen, aber jetzt sind wir froh über die Zusammenarbeit und würden das gerne in Zukunft beibehalten.“
Auch an anderer Stelle stehen die Zeichen auf Modernisierung, erklärt Jürgen Mette. So habe man beim letzten Seniorennachmittag erstmals keine Kaffeehausmusik angeboten, sondern mit „Livingroom“ eine Band gebucht, in der auch der ehemalige Hausarzt der Margarethenhöhe, Dr. Oskar Pfeifer, spielt. „Das war ein voller Erfolg“, so Mette lachend. „Wir hatten mit rund 80 Teilnehmern gerechnet – gekommen sind 135. Der Kuchen hat nicht gereicht, und auch der Platz zum Tanzen nicht.“ Mehr Schwung soll jetzt auch das Puppentheater für Kinder bekommen: Am 13. März sind deshalb die beliebten Figuren der Kinderserie „Paw Patrol“ im Gustav Adolf Haus zu Gast.
Das Programm für das diesjährige Sommerfest ist derzeit noch in Planung, und eine weitere Veranstaltung soll ein Revival erleben: „Wir holen den Inselfrühling auf der oberen Margarethenhöhe wieder zurück“, sagt Jürgen Mette. Dafür habe sich die Bürgerschaft mit dem Seniorenzentrum Helgolandring zusammengetan, um Stände, Flohmarkt und weitere Highlights zu organisieren. Stattfinden soll der Inselfrühling am 18. April.
WhatsApp-Gruppen und neues Logo
Um das Helfen bei Veranstaltungen künftig besser zu organisieren, hat die Bürgerschaft eine WhatsApp-Community eingerichtet, aus der heraus eventbezogene Projektgruppen entstehen. Alle, die sich dann beispielsweise beim Inselfest oder beim nächsten Sommerfest engagieren möchten, können über einen QR-Code beitreten – auch Menschen von der Margarethenhöhe, die nicht in der Bürgerschaft sind. So hoffen Jürgen Mette und Jürgen Malone, sich stärker im Stadtteil zu vernetzen und Unterstützung niedrigschwellig zu machen. Ebenso einfach soll künftig das Spenden über QR-Codes funktionieren.
Eine weitere Neuerung ist übrigens schon sichtbar: „Wir haben ein neues Logo, das Manfred Raub für uns entworfen hat“, berichten Jürgen Mette und Jürgen Malone. Das Logo zeigt eine Zeichnung des Brückenkopfs mit einer Gruppe von Menschen daneben. Es wird bereits auf Flyer und Plakaten verwendet, ebenso in der gedruckten vierteljährlichen Info für die Vereinsmitglieder.
